Archiv der Kategorie: Medizin

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Fluoride in Zahnpasta: wichtig in der Kariesprophylaxe

Es verbreiten sich immer mehr die Behauptungen, Fluoride in Zahnpasta seien giftig und ein Abfallprodukt der Metallindustrie. Und es kommen immer mehr Zahnpasten auf den Markt, die kein Fluorid enthalten. Das ist schade, da Fluorid die Remineralisierung der Zähne verbessert und die Entstehung von Karies verhindert.
Toxikologen weisen ausdrücklich daraufhin, dass Fluorid mit Fluorgas verwechselt wird. Fluor ist sehr aggressiv und giftig bei 180°C. Doch es ist nicht Fluor was in den Zahnpasten enthalten ist, sondern das Fluorid. Dieses Spurenelement ist das negativ geladene Ion, was ein relativ harmloses Salz ergibt. Vergleichen kann man es mit dem Kochsalz (Natriumchlorid), dass kaum etwas mit dem Chlor im Schwimmbad zu tun hat. Fluorid ist in die Dosierung, wie sie in Zahnpasta enthalten ist, sicher. Keine Substanz ist so gut untersucht worden wie das Fluorid in Zahnpasta, so die Toxikologen.
Um einen bedenklichen Grenzwert zu erreichen, müsste man schon mehrere Tuben Zahnpasta essen, Aber wer macht das schon?

Vorteile von Fluorid in Zahnpasta

Mehrere Studien kamen mit eindeutigen Ergebnissen: Fluoride stärken den Zahnschmelz und führen zu einer Verringerung von Karies. Zahnmediziner sehen Fluorid als Schlüssel zum Erfolg in der Kariesprävention, denn seitdem Fluorid in Zahnpasten verfügbar ist, geht Karies weltweit zurück.
Aber wie wirkt das Fluorid in Zahnpasta? Zähne bestehen aus Dentin, Zahnzement und Zahnschmelz. Der Zahnschmelz ist die härteste Substanz im menschlichen Körper und besteht hauptsächlich aus Kalzium und Phosphat. Die Zähne sind von einer Art Film umgeben, welcher zahlreiche Bakterien enthält. Diese Bakterien spalten die Kohlenhydrate aus der Nahrung und es entstehen Säuren, die den Zahnschmelz herauslösen und weich machen. Es entstehen Karies. Fluorid wirkt dem entgegen indem es die Zähne reminalisiert. Das heißt, dass es Mineralien im Zahngitter einbaut, die Zähne härtet und resistent gegen Säuren macht. Außerdem, hemmt Fluorid das Bakterienwachstum.
Jedoch sollten Kinder unter sechs Jahren, fluoridreduzierte Zahnpasten benutzen. Sonst könnte das Fluorid sich bei der Bildung der Zähne direkt in den Schmelz einlagern und es entstehen Fluorosen. Das sind weiße Flecken oder Streifen die dann für ein ästhetisches Problem sorgen.
Nicht unwichtig in der Kariesprophylaxe ist auch die Beschränkung der Zuckeraufnahme und regelmäßigen Besuche beim Zahnarzt.

Quellen:
Dieses Thema kam auf NDR im Programm Visite, Sendung vom 10. April 2018:
https://www.ndr.de/ratgeber/gesundheit/Fluoride-in-Zahnpasta-Zu-Unrecht-in-Verruf,fluorid101.html

Macht Fluorid in Zahnpasta krank? Spiegel Online – ein Artikel von Irene Berres:
http://www.spiegel.de/gesundheit/diagnose/wie-gefaehrlich-ist-das-fluorid-in-der-zahnpasta-a-946074.html

Hühnersuppe hilft bei Erkältung

Hühnersuppe schmeckt toll, wärmt und gilt als wichtiges Hausmittel gegen Erkältung. Auch bei uns zu Hause, wird die Hühnersuppe sofort gemacht, sobald einer aus der Familie zu Schniefen beginnt. Wir nennen Sie einfach unsere „Gesundheitssuppe“.
Wissenschaftler vom Nebraska Medical Center in Omaha, haben die Suppe und ihre Wirkung getestet. Es wurde eine Suppe nach alten Familienrezept zubereitet und untersucht.
Ergebnis: Die Hühnersuppe hemmt die Bewegungsfähigkeit der neutrophilen Granulozyten. Das sind die weiße Blutkörperchen, die verantwortlich sind für gerötete oder geschwollene Schleimhäute.
Auch könne das Schlurfen der heißen Suppe dazu beitragen, dass die Nase wieder frei wird. Wärme verbessert die Durchblutung, Immunzellen gelangen besser am Ort des Geschehens, der Schleim löst sich und Symptome werden gelindert. Im Hühnerfleisch stecken auch Eiweißbausteine wie das Cystein oder das Carnosin, die antioxidativ wirken und Entzündungen hemmen.
Auch der Plazebo-Effekt darf nicht vergessen werden: das Zubereiten der Hühnersuppe und das Essen sind ebenfalls ein wichtiger Faktor für dessen Wirksamkeit.
In der Erfahrungsmedizin wird Hühnersuppe schon seit vielen Jahrhunderten geschätzt, in der jüdischen Küche nennt mann die Suppe „Jewish Penicillin“.

Quellen:
GeoWissen Nr. 42 – Sanfte Medizin. Der andere Weg zur Gesundheit – S. 126
Spektrum. Die Woche, 51/2016 – Hilft die richtige Ernährung bei Erkältung?

Darm-Diagnostik einfach erklärt

Darmflora, Darmschleimhaut und der aufgelagerte Mucus (Schleim) spielen bei verschiedenen chronischen Erkrankungen eine Rolle.

Laboruntersuchung (c) Herney (pixabay.com)

Laboruntersuchung
(c) Herney (pixabay.com)

Es werden bei der Diagnostik folgende Fragen beantwortet:

  • Wie ist die Darmflora zusammengesetzt?
  • Wird genug Schleim produziert zum Schutz der Darmschleimhaut?
  • Wird der Darm ausreichend ernährt?

Was ist die Darmflora?

In unserem Darm leben Billionen von Mikroorganismen, meistens Bakterien. Die Gesamtheit dieser, wird „Darmflora“ genannt. Ab unsere Geburt beginnen sie unseren Darm zu besiedeln. Nach und nach baut sich die Darmflora auf, ein komplexes Ökosystem mit vielen unterschiedlichen „Bewohnern“. Der Darm eines gesunden Erwachsenen beherbergt ca. 1,5 Kilogramm Bakterien!

Die Darmflora ist für uns nützlich und hat nicht wenige Funktionen. Sie hat eine bedeutende Immunfunktion; sie verhindert das Krankheitserreger sich im Darm vermehren und Infektionen verursachen. Bei ausreichend „guten“ Bakterien, können die Unerwünschen sich nicht ausbreiten.
Die Darmflora hält die Darmschleimhaut gesund und sorgt mit dafür, dass diese stets ausreichend mit Nährstoffe versorgt wird.
Ebenso baut die Darmflora Schadstoffe ab und bildet u.a. das für die Blutgerinnung so wichtige Vitamin K.

Darm-Diagnostik

Untersucht werden bei der Diagnostik die Besiedlung von:

  • Laktobazillen und Bifidobakterien, die zur protektiven Mikroflora gehören. Sie bilden unter anderem Schleim zum Schutz der Schleimhaut.
  • Akkermansia muciniphila und das Faecalibacterium Prausnitzii, welche für die Versorgung der Darmschleimhaut zuständig sind und zur Mukonutritiven Mikroflora gehören.
  • Die apatogene Escherichia Coli und bestimmte Enterokokken, welche das Immunsystem unterstützen und für die Ausbildung einer sinnvollen Immuntoleranz mitverantwortlich sind.

Darüber hinaus wird geschaut, in welcher Anzahl potentiell schädigende Bakterien aus der Proteloytischen Mikroflora vorhanden sind. Bakterien aus der Gattung Clostridium, Proteus, Escherichia und Klebsiella dürfen in unseren Darm vorkommen, solange diese nicht in der Mehrzahl sind.

Empfehlenswert kann die mikrobiologische Stuhluntersuchung sein bei:

  • Blähungen
  • Obstipation
  • Durchfall
  • Bauchschmerzen
  • Reizdarm
  • Chronischen Infekten des Magen-Darm-Trakts
  • Chronischen Infekten der Atemwege
  • Allergien
  • Neurodermitis und anderen Hauterkrankungen

Medikamente im Alter

Je älter, desto mehr Medikamente

Menschen zwischen 60 und 64 Jahren nehmen durchschnittlich etwa 2 bis 3 Arzneimittel pro Tag ein. Ab 80 Jahren sind es im Mittel 4 bis 5. Die häufigsten Medikamente die im Alter eingenommen werden sind Medikamente gegen Herz-Kreislauferkrankungen, Medikamente gegen Diabetes und Schilddrüsenerkrankungen, Schmerzmittel aber auch Medikamente gegen Schlaflosigkeit oder Gedächtnisstörungen.

Das Alter beeinflusst Wirkungen und Nebenwirkungen

Medikamente wirken im Alter oft stärker. Deshalb ist es wichtig, die Dosierung individuell anzupassen.
Aber was ändert sich dann im Alter? Falten zeigen schon die Veränderung des Körpers was den Wasser- und Fettanteil angeht. So nimmt der Fettanteil im Alter auf bis zu 30 Prozent zu und der Wassergehalt nimmt bis zu 35 Prozent ab. Das sorgt dafür, dass Medikamente, die sich im Fettgewebe anreichern, im Alter länger wirken. Medikamente, die sich im Körperwasser verteilen können dann schnell zu hoch dosiert werden.
Ebenso verringert sich im Alter die Funktion der Nieren. Ab den 40 Lebensjahr nimmt die Funktion jährlich um etwa 1 Prozent ab. Wenn die Nierenleistung im Alter abnimmt, heißt dass, dass wasserlösliche Medikamente länger im Körper bleiben und nicht so schnell ausgeschieden werden können. Deshalb, muss im Alter die Dosis angepasst werden.
Das Nervensystem reagiert im Alter empfindlicher auf Medikamente, die am Nervensystem und am Gehirn ansetzen.
Blutdruckschwankungen können im Alter nicht so schnell kompensiert werden und führen deshalb schneller zu Schwindelprobleme und Stürzen.

Nutzen und Risiken von Medikamente im Alter

Medikamente sind im Alter häufig sehr wichtig. Sie können bei vielen Erkrankungen Linderung von Beschwerden verschaffen und sogar das Leben verlängern. Aber Medikamente haben auch Risiken, die vielen nicht immer bewusst sind.

Ein Problem kann die Mehrfachmedikation sein. Diese ist oft nötig, kann aber auch schädlich sein, wenn Medikamente sich untereinander nicht vertragen. Medikamente können sich gegenseitig in deren Wirkung bremsen oder sie verstärken, Nebenwirkungen können sich verstärken. Typische Nebenwirkungen können sein: Schwindel, Verwirrung, Trockener Mund, Schlafstörungen, Inkontinenz, Sturz.
Wenn Symptome plötzlich auftreten, lohnt es sich zu überlegen, ob die Probleme aufgetreten sind nach einer Umstellung der Medikamente. Nicht jeder der hinfällt hat ein gestörtes Gleichgewicht, oder nicht jede Schlafstörung hat mit dem Altern zu tun.
Ebenso wichtig ist es, frei verkäufliche Arzneimittel, nicht allzu häufig eigenmächtig einzunehmen. Auch Schmerz- oder Beruhigungsmittel, die sie sich ohne Rezept kaufen, können Nebenwirkungen von anderen Medikamente verstärken oder deren Wirkung beeinflussen.

Die Priscus-Liste

Die Priscus-Liste ist ein Katalog welche 83 Wirkstoffe umfasst, die im Alter problematisch sein könnten. Sie bietet ebenso Alternativen zu diesen Wirkstoffen. Der Name Priscus stammt vom Forschungsverbund Priscus (lateinisch für »altehrwürdig«), welcher sich beschäftigt mit der Gesundheit im Alter und gefördert wird vom Bundesministerium für Bildung und Forschung. Die Liste sei als Unterstützung für Ärzte und Apotheker gedacht, um diese für die vielfältigen Probleme bei der Arzneimitteltherapie älterer Menschen zu sensibilisieren.
Wer als Patient ein Priscus-Medikament einnimmt, sollte auf keinen Fall eigenständig absetzen, sondern darüber mit seinem Arzt sprechen. Eventuelle Nebenwirkungen verursacht durch ein Priscus-Medikament, können wieder verschwinden bei der Gabe von einem alternativen Wirkstoff. Es ist aber genauso gut möglich, dass sie ein Priscus-Medikament gut vertragen.
Die Priscus-Liste benennt die Medikamente nach ihren Wirkstoffen, nicht nach den Handelsnamen. Beide Angaben sind auf der Packung als auch auf den Beipackzettel zu finden.
Auf Ihre Aspirin-Packung, finden Sie ganz oben „ASPIRIN“. Das ist der Handelsname. Direkt darunter lesen Sie: „Tabletten mit 500 mg Acetylsalicylsäure“. Acetylsalicylsäure ist in diesem Fall der Wirkstoff.
Nur so Nebenbei: Acetylsalicylsäure steht nicht auf die Priscus-Liste.

Medikamente gegen Depression

Medikamente gegen Depression wirken direkt im Gehirn und beeinflussen die Wirkung bestimmter Botenstoffe. Die Medikamente sorgen zum Beispiel dafür, dass das „Glückshormon“ Serotonin langsamer abgebaut werden. Es hebt sich die Stimmung, Betroffenen gehen häufiger unter Menschen. Es gibt aber viele Botenstoffen die an unserem Denken, Fühlen und unsere Motorik beteiligt sind. Problematisch ist, wenn ein Medikament nicht nur die Stimmung hebt, aber auch andere Hirnfunktionen beeinflusst, die nicht erwünscht sind.
Im Alter, reagieren die Nervenzellen teilweise empfindlicher auf Medikamente.
Gute Nachricht: es gibt Alternativen ohne Nebenwirkungen. Wenn Sie also ein Priscus-Medikament gegen Traurigkeit und Depression einnehmen, und Nebenwirkungen haben, sprechen Sie darüber mit ihrem Arzt und machen Sie ihm auf die Priscus-Liste aufmerksam.
Bei Depressionen ist auch hier bei der Selbstmedikation Vorsicht geboten. Auch das frei verkäufliche Johanniskraut, kann mit vielen Medikamenten in Wechselwirkung treten.
Einigen Beispiele von Wirkstoffe aus der Priscus-Liste sind Amitriptylin, Doxepin und Imipramin.

Neuroleptika

Diese Medikamente dienen auch bei Patienten mit psychischen Erkrankungen und werden eingesetzt bei Wahnvorstellungen, Schizophrenie und Erregungszuständen. Diese Medikamente greifen direkt an den Nervenzellen im Gehirn an und wirken „dämpfend“.
Nebenwirkungen können auch bei jungen Menschen sein: unkoordinierte Bewegungen, trockener Mund und Haut, Obstipation, Herzrasen und Blutdruckschwankungen. Bei älteren Menschen sind die Nebenwirkungen oft viel stärker.
Einigen Beispiele von Wirkstoffe aus der Priscus-Liste sind Thioridazin und Haloperidol.

Schlaf- und Beruhigungsmittel

Diese Medikamente sollten mit sehr viel Vorsicht eingenommen werden. Sie helfen bei Schlafstörungen, lindern Ängste, entspannen die Muskulatur und verringern Erregungszustände.
Diese Medikamente verstärken die Wirkung des GABA im Gehirn, einen Botenstoff welcher Gehirnfunktionen beeinflusst wie Konzentrationsfähigkeit, Aufmerksamkeit und unsere Sinneswahrnehmungen. Schlaf- und Beruhigungsmittel sind vor allem im Alter problematisch, weil diese das Gehirn ausbremsen. Es kommt häufiger zu Stürzen, weil das Reaktionsvermögen herabgesetzt ist. Ebenso verschlechtert sich die Gedächtnisfunktion, was eventuell dazu führen könnte, dass der ältere Patient eine schwere Demenz zugeschrieben wird, die ohne das Medikament nicht vorläge.
Außerdem führen die meisten Schlafmittel zur Abhängigkeit!
Einigen Beispiele für Medikamente aus der Priscus-Liste sind Diazepam, Bromazepam, oder Zolpidem.

Medikamente gegen Herzerkrankungen

Viele Medikamente für Menschen mit Herzerkrankungen sind sehr gut geeignet für den älteren Patienten. Die Standardkombination von zum Beispiel einen ACE-Hemmer, einen Betablocker und eine Wassertablette und ASS für die Hemmung der Blutgerinnung, sind sowohl für Jung und Alt gut geeignet.
Wenn aber Herzrhythmusstörungen dazu kommen, kann es sein, das Medikamente nicht gut vertragen werden da sie das biochemische Gleichgewicht in den Körperzellen ändern.
Nebenwirkungen können sein Schwindel, Unwohlsein, Schwäche, Benommenheit.
Beispiele von Wirkstoffe aus der Priscus-Liste sind das Digoxin, Chinidin oder Flecainid.

Medikamente bei Bluthochdruck

Die meisten Blutdruckmedikamente können bei älteren unproblematisch eingesetzt werden. Einige Medikamente, wie die Alpha-blocker, wirken nicht nur am Herzen und an den Blutgefäßen, sondern auch im Gehirn. Gehirnzellen bei alten Menschen sind empfindlicher als in jungen Jahren, sodass Nebenwirkungen auftreten können wie Kreislaufprobleme, Schwindel, Mundtrockenheit, Obstipation oder Traurigkeit.
Beispiele von Wirkstoffe aus der Priscus-Liste sind Doxazosin, Prazosin, Methyldopa oder Nifedipin.

Medikamente gegen Infektionen und Allergien

Die meisten Antibiotika können im Alter eingesetzt werden und sind oft die einzige Möglichkeit eine bakterielle Infektion zu bekämpfen. Eine Ausnahme gibt es bei den Wirkstoff Nitrofurantoin, wo bei langfristiger Gabe ein erhöhtes Risiko von Nieren-, Leber- und Lungenproblemen besteht.

Bei Allergien wird das Histamin blockiert. Hier tritt die Wirkung nicht nur an der Nase oder an der Haut ein, sondern auch im Gehirn, wo Histamin als Botenstoff eingesetzt wird. Es kann zu Mundtrockenheit, Obstipation oder Müdigkeit kommen. Teilweise besteht auch Zweifel an der Wirksamkeit von diesen Medikamenten beim älteren Menschen.
Wirkstoffe gegen Allergien aus der Priscus-Liste sind zum Beispiel Dimetinden oder Clemastin.

Medikamente gegen Schmerzen und Entzündung

Bei Schmerzen gibt es zwei Möglichkeiten der Medikamentöse Behandlung.
Es gibt Medikamente die den Schmerz direkt „vor Ort“ blockieren wie das Ibuprofen, das Diclofenac und ASS. Diese „vor Ort“-wirkende Medikamente können zu Blutungen im Magen und Darm führen aber auch eventuell zu Blutdruckanstiegen und Ödeme. Vorsicht ist gegeben bei Wirkstoffe wie zum Beispiel das Indometacin, das Acemetacin oder das Ketoprofen. Das bekannte Ibuprofen, ASS und Diclofenac stehen nicht auf der Priscus-Liste.
Medikamente die wirken auf die Schmerzverarbeitung im zentralen Nervensystem sind die Opiate, die stärksten Schmerzmittel überhaupt. Sie sind schwierig zu dosieren und werden nur bei sehr starken Schmerzen eingesetzt. Hier kann eine zu hohe Dosierung unter anderem zu Benommenheit führen. Diese Medikamente sollten mit große Vorsicht eingesetzt werden. Pethidin steht als Wirkstoff auf der Priscus-Liste und sollte im Alter durch die großen Risiken nicht eingesetzt werden.

Die vollständige Priscus-Liste finden sie im Internet unter www.priscus.net.

Quellen:

Medikamente im Alter: Welche Wirkstoffe sind ungeeignet? Bundesministerium für Bildung und Forschung

http://www.pharmazeutische-zeitung.de/?id=34831

 

 

Doktorfische bei Schuppenflechte

WP_20160824_022Letzte Woche war ich bei meinen Eltern zu Besuch in Belgien und da habe ich es endlich mal ausprobiert: die tierische Pediküre.
Es war ein wenig gewöhnungsbedürftig. Mann spürt ein Kribbeln, ein bisschen wie kleine elektrische Reize, so würde ich es zumindest beschreiben. Nachdem ich mich dann darauf eingelassen hatte war es sehr entspannend und wenn meine Zeit dann vorüber war, fand ich es auch Schade. Ich wäre auch noch länger drinnen geblieben. Also auf jeden Fall eine interessante Erfahrung.

 

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Die sogenannten Doktorfische oder Garra rufa sind Saugbarben die zur Familie der Karpfenfische gehören. Sie sind klein, werden bis zu 14 Zentimeter lang und leben im warmen Gewässer. Diese Fischen haben überhaupt keine Angst vor Menschen und machen sich sofort an die Arbeit sobald man seine Füße ins Wasser taucht. Doktorfische knabbern die oberen Hautschichten ab und werden anscheinend schon lange von Menschen mit Schuppenflechten oder Neurodermitis geschätzt. Diese natürlichen kleine Helferlein sind eine Wohltat, machen die Haut frei von Schuppen ohne kratzen und lindern den Juckreiz.

Auf jeden Fall ein Versuch Wert.

Vitamin D Mangel

Wieso habe ich einen Mangel an Vitamin D? Ich halte mich doch regelmäßig in der Sonne auf.

Und das ist auch gut so. Durch den Aufenthalt in der Sonne, wird unser Körper angeregt das Provitamin D zu produzieren.
Leber und schließlich Niere wandeln das Provitamin D um in das aktive Vitamin D, auch Kalzitriol genannt. Dieses sorgt dafür das im Darm vermehrt Kalzium aufgenommen wird und das die Niere weniger Kalzium ausscheiden. Letztendlich sorgt es dafür das Kalzium in den Knochen eingebaut werden kann.

Wenn wir eine Funktionsstörung in Leber oder Nieren haben, oder unter chronische Darmerkrankungen leiden, dann können wir also auch einen Mangel an Vitamin D haben, auch wenn wir uns genügend in der Sonne aufhalten.
Hier bekommen Sie dann eine Substitution, das heißt sie bekommen das Vitamin D in Tablettenform verschrieben, die Grunderkrankung wird behandeld.