Ab- und Ausleitungsverfahren

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Ab- und ausleitende Therapieverfahren dienen der Entgiftung und Entschlackung des Körpers. Ausleitungsverfahren können Schmerzzuständen und psychischen Belastungen positiv beeinflussen.
Die Vorstellung, schädliche Stoffe aus dem Körper ausleiten und so Krankheiten heilen zu können, ist sehr alt. Paracelsus sagte: „Wo die Natur einen Schmerz erzeugt, dort will sie schädliche Stoffe ausleeren. Und wo sie dies nicht selbst fertig bringt, dort mach‘ ein Loch in die Haut und lasse die schädlichen Stoffe heraus“.

Heute werden die verschiedenen Methoden zur Ab- und Ausleitung auch als „Aschnerverfahren“ bezeichnet, benannt nach dem Wiener Gynäkologen Bernhard Aschner. Er vereinigte die alte Säftelehre früherer Jahrhunderte mit den Erkenntnissen der modernen Physiologie und wurde so zum Wegbereiter unserer modernen Ausleitungsverfahren.

Blutegel-Verfahren

Blutegel-Verfahren

Ausleitend wirken alle Verfahren, die eine Öffnung in den Körper schaffen um dadurch schädliche Stoffe nach außen zu leiten, welche über natürlichen Wege nicht entsorgt werden können. Als ableitend werden diejenigen Verfahren bezeichnet, die eine Ausscheidung von Stoffwechselendprodukten über die normale Ausscheidungsorgane anregen und falsch verteilte oder gestaute „Körpersäfte“ umverteilen und wieder in Fluss bringen.

Grundsätzlich unterschieden werden die Aus- und Ableitung über die Haut, die Ableitung über den Darm, über Leber und Galle, über die Nieren und das Lymphsystem.

Therapieverfahren die über die Haut aus- oder ableiten sind: Aderlass, Baunscheidt-Verfahren, Blutegel-Therapie, Schröpfen, schweißtreibende Maßnahmen.
Therapieverfahren die über den Verdauungstrakt ableiten sind zum Beispiel die Colon-Hydro-Therapie oder der Leberwickel.
Über das Lymphsystem kann amittels Cantharidenpflaster oder Lymphdrainag ebgeleitet werden .

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