Chiropraktik

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Was ist Chiropraktik oder Chirotherapie?

Die Chiropraktik gehört zu den manuellen Therapien und wurde im 19. Jahrhundert vom Amerikaner Daniel David Palmer entwickelt. Palmer war ein Schüler von Andrew Taylor Still, dem Begründer der Osteopathie. Das erklärt warum Osteopathie und Chirotherapie viele Parallelen aufweisen.
Die Chiropraktik führt viele Krankheiten auf eine Fehlstellung und Blockierung der Wirbelgelenke zurück. Diese Blockierungen engen Nerven ein und hemmen ihre Leitfähigkeit. Gelenkblockierungen können so zur Überspannung der Muskulatur und der Sehnen führen aber auch zu Beschwerden im ganzen Körper, wie Kopfschmerzen. Auch Funktionsstörungen der inneren Organe können auftreten da die Wirbelsäule in Verbindung mit dem unwillkürlichen Nervensystem steht, welches die inneren Organe reguliert. Deshalb nimmt eine chiropraktische Behandlung auch Einfluss auf das Allgemeinbefinden.

Wie läuft eine Chiropraktische Behandlung ab?

Nach einer ausführlichen Anamnese und körperlichen Untersuchung löst der Chiropraktiker oder Chirotherapeut mit Hilfe gezielter Handgriffe Blockierungen und Verlagerungen der Wirbel. Die Techniken die eingesetzt werden sind die Manipulation und die Mobilisation.
Die Manipulation setzt kurze, schnelle Bewegungsimpulse am blockierten Gelenk wodurch die Blockierung sich löst und die Muskulatur entspannt. Hier wird vor allem in der freien Bewegungsrichtung gearbeitet.
Die Mobilisation arbeitet hauptsächlich in der eingeschränkten Bewegungsrichtung und benutzt spezielle manuelle Techniken. Von diesen Techniken gibt es viele verschiedene, die dann auch ermöglichen die Behandlung individuell an die Bedürfnisse des Patienten an zu passen.
Ein Erfolg ist häufig schon nach der ersten Behandlung spürbar, in der Regel sind jedoch mehrere Termine erforderlich, um das Ergebnis zu stabilisieren.

Indikationen und Kontraindikationen

Indikationen sind zum Beispiel Schulter-, Arm-, Knie- oder Hüftschmerzen und eingeschränkte Funktion der Muskulatur oder der Sehnen, Kopf- oder Gesichtsschmerzen, Seh- oder Hörstörungen und so weiter.
Nicht behandeln darf man bei akuten Entzündungen, Tumoren, Bandscheibenvorfällen, frischen Traumen und eventuell Osteoporose.

 

 

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