Neuraltherapie

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Die Neuraltherapie nach Hünecke

Die Neuraltherapie findet heute weltweit Anwendung und wurde Anfang des 20. Jahrhunderts von den Gebrüder Hünecke entdeckt und erforscht. Die Brüder entdeckten, das eine Injektion mit einem Lokalanästhetikum das gespritzte Gebiet nicht nur vorübergehend sondern manchmal auch dauerhaft schmerzunempfindlich machen kann. Außerdem entdeckten die Brüder Hünecke, dass die schmerzlindernde Wirkung des Mittels nicht über den Blutweg, sondern über das vegetative Nervensystem erfolgte. Das erklärte warum in einigen Fällen, schon innerhalb von wenigen Sekunden eine Wirkung einsetzte. Man spricht hier vom „Sekundenphänomen“.

Die Neuraltherapie geht davon aus, dass jede Stelle des Körpers zum Störfeld werden kann. Dieses Störfeld, kann zur Quelle pathologischer Reize werden und dann permanent Störsignale in das gesamte Körpersystem leiten. Häufige Störfelder sind z. B. Narben. Den Reiz der am Störfeld permanent vorliegt, setzt den Körper in Dauerstress. Der Körper schafft es nicht mehr sich zu regulieren. Die Neuraltherapie unterbricht diese Regulationsblockade mittels ein injiziertes Lokalanästhetikums, welches das störende Feld zur Heilung anregt. Das Störfeld findet wieder Anschluss am körperlichen Geschehen und kann als Krankheitsursache ausgeschaltet werden.

Bei chronischen Beschwerden, ist eine besonders genaue Befunderhebung nötig, da zwischen Entstehung eines Störfeldes und der Entstehung dadurch bedingte Beschwerden manchmal Jahre liegen können.
Die Neuraltherapie kann therapeutisch zur Behandlung eingesetzt werden aber auch diagnostisch zur Störfeldsuche.

Die Neuraltherapie wird unter anderem bei Asthma bronchiale, Bronchitis, Gicht, Arthrose, Kopfschmerzen, Reizdarmsyndrom, Neuralgien, Schulter-Arm-Syndrom und vieles mehr eingesetzt
Kontraindikationen sind schwere Infektionskrankheiten, Allergien (vor allem gegen das injizierte Mittel) oder Blutgerinnungsstörungen.

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