Archiv der Kategorie: Ernährung

Mit Zink und Selen durch die Erkältungszeit

Es gibt viele Mittelchen, womit wir Erkältungen gut im Griff bekommen oder Symptome lindern können.

Wenige wissen, wie die Spurenelemente Zink und Selen das Immunsystem positiv beeinflussen.

Was sind Spurenelemente?

Spurenelemente kann der Körper nicht selbst bilden – der Mensch muss sie über die Nahrung aufnehmen. Die Mikroelemente spielen eine wichtige Rolle als Impulsgeber und aktivieren sozusagen Vitamine, Enzyme aber auch Hormone. Fehlen Spurenelemente, können Enzyme oder Hormone deren Aufgabe im Körper nicht erfüllen. Einen Mangel kann so auch sehr unterschiedliche Beschwerden verursachen.

Das Spurenelement Zink

Zink hat sehr viele Funktionen im Körper und wird bei fast allen Stoffwechselvorgängen benötigt. So brauchen wir Zink für die Immunantwort und es stimuliert die Abwehrzellen. Bei Erwachsenen mit einer klassischen Erkältung verringert die Zink-Einnahme die Dauer der Erkältung im Durchschnitt um 2,63 Tage. Auch Symptome zeigen sich bei einer Erkältung weniger ausgeprägt. Dies ist besonders dann der Fall, wenn innerhalb der ersten 24 Stunden nach Einsetzen der ersten Erkältungssymptome, mit der Zink-Einnahme begonnen wird. So hemmt Zink in vitro die Vermehrung von Rhinoviren und aktiviert die zytotoxischen T-Lymphozyten, die bei viralen Infektionen eine wichtige Rolle spielen.
Es wird empfohlen, bei Personen mit einem erhöhten Risiko an einer schweren Infektion zu erkranken, Zink vorbeugend einzunehmen. Zink gehört laut der Weltgesundheitsorganisation zu den Haupt-Mengenelementen.
Natürliche Zink-Quellen mit hohem Gehalt sind Austern und Rindfleisch (aber beides gegart), sowie Weizenkleie. Sonst finden wir Zink in Haferflocken, Erdnüssen, Eiern und weniger in beispielsweise Milch, Brokkoli und Bananen. Zink aus Fleisch, Eiern oder Milch wird vom Körper besser verarbeitet und aufgenommen als Zink aus pflanzlichen Nahrungsmitteln.

Des Spurenelement Selen

Selen spielt eine Rolle bei der Entgiftung des Körpers und ist am Schilddrüsenstoffwechsel beteiligt. Aber ebenso bei der zellvermittelten Immunabwehr spielt Selen eine Rolle indem es die Immunantwort auf Antigene steigert und die Aktivität der natürlichen Killerzellen erhöht. Hoch dosiertes Selen wird auf der Intensivstation laut Literatur gerne begleitend gegeben, da gerade diese Patienten häufig einen Mangel an Selen haben. Selen wird aufgenommen indem es an Eiweiß gebunden wird. So kann es bei eine eiweißarme Ernährung eventuell zu einem Mangel kommen.
Einen hohen Selengehalt finden wir vor allem in Paranüssen (!!!!) und in Fisch wie Hering, Rotbarsch oder Kabeljau. Sonst finden wir Selen in kleineren Mengen unter anderem in Fleisch, Vollkornbrot, Naturreis, Champignons oder Milch.

Diese Seite informiert sie nur, ersetzt aber keinen Besuch beim Arzt oder Heilpraktiker. Eine Dauerhafte Einnahme von Zink oder Selen, ohne Rücksprache mit ihrem Arzt oder Heilpraktiker, wird nicht empfohlen.

Quellen:

Forschung Aktuell, Ausgabe 5, 2016 – Rodisma-Pharma GmbH: Zink, Selen, Q10
Leitzmann/ Müller/ Michel/ Brehme/ Triebel/ Hahn/ Laube, Ernährung in Prävention und Therapie, 3. Auflage

Hühnersuppe hilft bei Erkältung

Hühnersuppe schmeckt toll, wärmt und gilt als wichtiges Hausmittel gegen Erkältung. Auch bei uns zu Hause, wird die Hühnersuppe sofort gemacht, sobald einer aus der Familie zu Schniefen beginnt. Wir nennen Sie einfach unsere „Gesundheitssuppe“.
Wissenschaftler vom Nebraska Medical Center in Omaha, haben die Suppe und ihre Wirkung getestet. Es wurde eine Suppe nach alten Familienrezept zubereitet und untersucht.
Ergebnis: Die Hühnersuppe hemmt die Bewegungsfähigkeit der neutrophilen Granulozyten. Das sind die weiße Blutkörperchen, die verantwortlich sind für gerötete oder geschwollene Schleimhäute.
Auch könne das Schlurfen der heißen Suppe dazu beitragen, dass die Nase wieder frei wird. Wärme verbessert die Durchblutung, Immunzellen gelangen besser am Ort des Geschehens, der Schleim löst sich und Symptome werden gelindert. Im Hühnerfleisch stecken auch Eiweißbausteine wie das Cystein oder das Carnosin, die antioxidativ wirken und Entzündungen hemmen.
Auch der Plazebo-Effekt darf nicht vergessen werden: das Zubereiten der Hühnersuppe und das Essen sind ebenfalls ein wichtiger Faktor für dessen Wirksamkeit.
In der Erfahrungsmedizin wird Hühnersuppe schon seit vielen Jahrhunderten geschätzt, in der jüdischen Küche nennt mann die Suppe „Jewish Penicillin“.

Quellen:
GeoWissen Nr. 42 – Sanfte Medizin. Der andere Weg zur Gesundheit – S. 126
Spektrum. Die Woche, 51/2016 – Hilft die richtige Ernährung bei Erkältung?

Glutenunverträglichkeit

Weizenallergie, Zöliakie und Glutensensitivität

Ungefähr 5% der Bevölkerung vertragen kein Gluten. Gluten ist eine Sammelbezeichnung für Speicherproteine von Weizen, Roggen, Gerste, Hafer und weiterer Getreide.
Dabei gibt es drei Arten der Gluten-Unverträglichkeit: Weizenallergie, Zöliakie und Glutensensitivität. Bei der Weizenallergie reagiert der Körper auf die im Weizen enthaltenen Proteine und sorgt für allergische Reaktionen. Die Zöliakie hingegen ist eine Autoimmunerkrankung, die zu einer Entzündung des Dünndarms führt und diesen nachhaltig schädigt. Als dritte Form gibt es die Glutensensitivität.

Menschen, die an Zöliakie leiden, müssen komplett auf Gluten verzichten, da die Dünndarmzotten sich zurückbilden und dadurch nicht genug Nährstoffe aufgenommen werden können.
Menschen, die Glutensensitiv sind, müssen ebenso auf Gluten verzichten. Es kann zu Symptome kommen wie Kopf- und/oder Bauchschmerzen, Durchfall, Müdigkeit, Hautekzeme usw. Hier schädigt das Gluten allerdings nicht die Darmzotten. Auch vertragen Glutensensitive Menschen oft nur bestimmte Bestandteile in Weizensorten nicht, reagieren aber nicht sensitiv auf andere Getreide. Hier spricht man dann auch gerne von Weizensensitivität.

Die Deutsche Forschungsanstalt für Lebensmittelchemie hat 2015 in Kooperation mit dem Kompetenzzentrum für Ernährung verschiedene Lebensmittel auf ihren exakten Glutengehalt untersucht.

Wie zu erwarten, enthalten Weizen und die daraus hergestellten Mehle die höchsten Glutengehalte. So enthält zum Beispiel unser Weizenmehl Type 405 im Mittel 8.660 mg Gluten pro 100 Gramm. Dinkelmehle weisen allerdings höhere Werte aus. So enthält das Dinkelmehl Type 630 im Mittel 10.300 mg Gluten pro 100 Gramm. Die niedrigsten Glutengehalte weisen Roggen und Roggenprodukte auf. Im Vergleich zu Dinkelmehl hat zum Beispiel das Roggenmehl Type 815 mit 3.200 mg Gluten pro 100 Gramm, zwei Drittel weniger Gluten als das Dinkelmehl aus dem Beispiel.

Aber nicht nur auf Brot, Nudeln und alle Backwaren müssen Zöliakiepatienten und Glutensensitiven verzichten. Auch das Weißbier ist Tabu. Besser ist nur das glutenfrei gekennzeichnetes Bier zu trinken.
Mais, Hirse oder Buchweizen sind glutenfreie Alternativen.
Leider müssen Zöliakiepatient wirklich sehr genau und ein Leben lang sogar auf Spuren von Gluten verzichten. Spuren sind auch in Süßwaren, Medikamenten oder Zahnpflegeprodukten verarbeitet laut der Deutschen Gesellschaft für Ernährung. Eine positive Nachricht gibt es für Glütensensitiven: es ist anzunehmen, das nach 1-2 Jahren strikt gluten/weizenfreie Ernährung, die Glutentoleranz sich wieder zurück bilden kann. Eine Ärztliche Kontrolle ist deshalb sinnvoll nach dieser Zeit.

Genauere Informationen über den Glutengehalt in Lebensmittel finden Sie im Internet auf www.kern.bayern.de/mam/cms03/themen/bilder/flyer_gluten.pdf

Sonstige Quellen:

Welt.de: Glutenfrei essen, ein Jahr leiden
Nahrungsmittel-Intolleranz.com: Glutensensitivität bwz. Weizensensitivität
Broschüre „Essen und Trinken bei Zöliakie“ der Deutschen Gesellschaft für Ernährung.

 

Kurkuma oder Gelbwurz

Kurkuma oder Curcuma

Entzündungshemmer Kurkuma (c) SuFuego auf pixabay.com

Das Gelbwurz oder die Kurkuma (auch Curcuma) ist ein Ingwergewächs und hat ihre Heimat in Indien und Südostasien. Sie ist weltweit als Heilpflanze bekannt. In der traditionellen ayurvedischen Medizin findet sie seit Jahrhunderten bei verschiedensten Erkrankungen Anwendung. In Europa ist sie seit dem Mittelalter bekannt.

Viele Studien belegen das medizinische Potential von Kurkuma. Die wichtigste Wirksubstanz ist das Curcumin, welches wir als Küchengewürz kennen, vor allem als Bestandteil fernöstlicher Gerichte.

Therapeutische Anwendungsmöglichkeiten des Kurkumas:

Verdauungsbeschwerden:

Curcumin regt die Verdauung an. Die Leber schüttet vermehrt Galle aus, was die Fettverdauung fördert. Außerdem lindert Curcumin Beschwerden wie Durchfall, Bauchkrämpfe und Blähungen. Auch wird Ärzten mittlerweile empfohlen, das Gewürz bei Entzündungen des Dickdarms einzusetzen. In Indonesien soll es weniger Leber-Galle-Kranke geben, weil dort anstelle von Kaffee täglich Gelbwurz Tee getrunken wird.

Begleitend bei Krebs

Viele Studien belegen, dass Curcumin bei der Krebstherapie helfen kann. Curcumin stört das Wachstum von Krebszellen indem es deren Nährstoffversorgung erschwert. Ebenso wurde entdeckt, dass Curcumin die Haut während einer Strahlenbehandlung schützt.

Erhöhte Cholesterinwerte

Zu hohe Cholesterinwerte steigern die Gefahr eines Herzinfarktes oder Schlaganfalls. Curcumin besitzt antioxidative Eigenschaften, hemmt die Bildung von Ablagerungen in den Gefäßen und kann den LDL-Cholesterinwerte senken.

Darreichungsform: Als Tee (zusammen mit schwarzem Pfeffer), als Gewürz in Tabletten- oder Kapselform.

Curcuma-Tee: 1/2 TL zerkleinerte Wurzel und eine prise schwarzer Pfeffer (soll die Wirkung der Curcuma leicht verstärken) mit 1 Tasse kochendem Wasser übergießen, zugedeckt 5 Minuten ziehen lassen und abgießen.

Curcuma-Milch: Eine Tasse Milch mit 1 TL Kurkuma-Pulver, 1/2 TL frisch geriebener Ingwer, eine Prise Pfeffer und 1 TL Honig erwärmen und 10 Minuten ziehen lassen. Fertig ist die Curcuma-Latte!

Kontraindikationen:

Patienten mit Gallensteinen sollten sparsam mit der Curcuma umgehen. Auch in der Schwangerschaft oder bei Kindern sollte Curcumin in hohen Dosen nur nach Rücksprache mit dem Arzt oder Heilpraktiker angewendet werden.

Um wirksam zu sein, braucht es die richtige Menge. Fragen Sie ihrem Arzt oder Heilpraktiker. Auch möchte ich ausdrücklich darauf hinweisen, dass diese Inhalte keine Heilversprechen sind. Bei der Behandlung von Krebs oder anderen schweren Erkrankungen, sollte nur in Absprache mit einem Arzt behandelt werden.

Quellen: 
Gesund & Fit mit wertvollen Vitalstoffen aus der Natur von Christiane Reuter
Praxis-Lehrbuch Heilpflanzenkunde von Ursel Bühring

Vegetarier, Veganer, Flexitarier,… Wer isst was?

Fisch, Fleisch und Meeresfrüchte stehen beim Vegetarier nicht auf dem Speiseplan. Vegetarier essen nur was vom lebenden Tier kommt: Milch, Eier, Honig und die daraus hergestellten Lebensmittel oder Zusatzstoffe. Untergruppen der vegetarischen Ernährung können sich jedoch unterscheiden. So essen die Lacto-Vegetarier keine Eier, die Ovo-Vegetarier, konsumieren keine Milchprodukte.

Die Pescetarier essen kein Fleisch, wohl aber Fisch, Eier und auch Milchprodukte.

Veganer verzichten auf Nährung tierischen Ursprungs. Das sind dann außer Fleisch, Fisch und Meeresfrüchte auch  Milch, Eier, Honig und daraus hergestellte Lebensmitteln und Zusatzstoffe. Wer Vegan lebt, lehnt auch die Nutzung tierischer Produkte ab wie Seife aus tierischen Fette, Wollpullover oder Lederwaren. Bei veganer Ernährung kann es zu einer Unterversorgung mit Vitamin B12 (Cobalamin) kommen. In Pflanzen ist Vitamin B12 kaum vorhanden. Deshalb sollte mit jeder Mahlzeit, die kein tierisches Eiweiß enthält, etwas Vitamin B12 aufgenommen werden aus zum Beispiel Getreidekeimen, Sojaprodukten die durch Fermentation gewonnen werden oder Bierhefe. Regelmäßigen Blutuntersuchungen werden empfohlen.

Flexitarier  essen ab und zu ein Stückchen Fleisch oder Fisch, versuchen sich aber nachhaltig und gesund zu ernähren und übertreiben es deshalb nicht damit. Sie essen nur gelegentlich Fleisch, dann aber achten sie auf eine gute Fleischqualität ohne Massentierhaltung.

Frutarier behaupten, dass der Mensch biologisch gesehen ein Fruchtesser ist. Sie essen nur pflanzliche Produkte, deren Ernte die Stammpflanze nicht beschädigt. Das heißt also, dass vor allem Obst und Nüsse gegessen werden. Auch Getreide steht auf dem Speiseplan, da es gemäht wird.

Freeganer essen nicht nur nicht-tierische Produkte, sie wollen auch nicht dafür zahlen. Statt einzukaufen, gehen Freeganer in den Wald zum Pilze sammeln, essen Fallobst oder suchen in Mülltonnen nach Essbarem. Es geht die Freeganer nicht darum Geld zu sparen, sondern machen sie dieses als Protest gegen den Massenkonsum und Wegwerfgesellschaft.

Von Pudding-Vegetarier spricht mann, bei Menschen die kein Fleisch essen, es aber auch mit ihrer Ernährung nicht so genau nehmen. Die Pudding-Vegetarier kennen sich wenig mit Ernährung aus, essen oft Fertigprodukten oder Süßigkeiten. Zu Obst und Gemüse wird selten gegriffen. Vor allem unter Jugendlichen gehören zu dieser Untergruppe des Vegetarismus.

Quellen: 
Kursbuch gesunde Ernährung von Ingeborg Münzing-Ruef
Der Flexetarier kommt. Essentrends der Zukunft: Bald essen wir Pizza am Stiel. Focus Online.

Trennkost: was ist das eigentlich?

Die Hay´sche Trennkost

Die Hay´sche Trennkost ist seit vielen Jahren im deutschsprachigen Raum bekannt und erfreut sich immer noch große Beliebtheit. Die Hay´sche Trennkost wurde von dem US-amerikanischen Arzt Howar Hay entwickelt Anfang des 20. Jahrhunderts. Er ging davon aus, dass durch eine falsche Ernährung, es zu Störungen im Säure-Basen-Haushalts kommt, was nach Hay die Ursache für alle Krankheiten ist.

Die Richtlinien der Hay´schen Trennkost

  • innerhalb einer Mahlzeit sollten Kohlenhydrate und Proteine nicht kombiniert werden
  • es sollten nur natürliche und naturbelassene Lebensmittel verzehrt werden und auch nur so viel davon, wie der Körper braucht
  • für einen optimalen Säure-Basen-Haushalt sollte die Ernährung aus etwa drei Viertel rohe Basenbildner, wie Obst und Gemüse bestehen, und nur zu etwa ein Viertel aus Säurebildner, wie Protein und Fleisch
  • Morgens sollte eine Basenmahlzeit zu sich genommen werden, am Mittag eine Proteinmahlzeit und am Abend eine Kohlenhydratmahlzeit
  • es sollte in Ruhe gegessen und gut gekaut werden
  • zwischen den Mahlzeiten sollten drei bis vier Stunden Pause liegen

Pro´s und Kontra´s der Hay´sche Trennkost

Die Begründungen Hays für die Trennung von  Kohlenhydrate und Proteine in einer Mahlzeit, wurden wissenschaftlich widerlegt. Hay behauptete, dass bei gleichzeitiger Verzehr von Kohlenhydrat- und Proteinreichen Nahrungsmittel, es zu einer verlängerten Verweildauer des Speisebreis im Verdauungstrakt kommt, was zu eine vermehrte Fermentation und Säurebildung führt. Hay sagte auch, dass die Störung im Säure-Basen-Haushalt, Ursache für alle Krankheiten ist.
Aus ernährungswissenschaftlicher Sicht gibt es keinen Grund, Kohlenhydrate und Proteine getrennt zuzuführen, da der Körper beides gleichzeitig problemlos verdauen kann. Es lässt sich zwar vermuten, dass eine langjährige überhöhte Säurebelastung gesundheitlichen Risiken nach sich ziehen kann.  Die These jedoch, dass eine Störung im Säure-Basen-Haushalt die Hauptursache aller Krankheiten sei, trifft nicht zu.
Hay´s Erklärungen für seine Trennkost, sind als widerlegt anzusehen, es gibt aber Hinweise, dass die Trennung von Kohlenhydrate und Proteine für die Insulinsekretion physiologisch sinnvoll sein kann. Bei einer Untersuchung mit 15 Frauen, zeigten sich die Nüchterninsulinwerte nach zwölf Wochen deutlich verbessert.
Die Empfehlung von Hay, immer frische und naturbelassene Lebensmittel zu verzehren, ist ernährungsphysiologische sinnvoll. Gering verarbeitete Lebensmittel gewährleisten eine hohe Zufuhr von Mineralien, Vitaminen und Ballaststoffen.
Die Hay´sche Trennkost wird als langfristige Ernährungsform von der Deutschen Gesellschaft für Ernährung nicht empfohlen.

 

Pflanzliche Arzneimittel versus Nahrungsergänzungsmittel

Die Kooperation Phytopharmaka hat Pflanzliche Arzneimittel mit den Nahrungsergänzungsmittel mit pflanzlichen Inhaltsstoffen gegenübergestellt, damit der Verbraucher weiß wo die Unterschiede sind und worauf er beim Kauf achten soll.

Pflanzliche Arzneimittel haben den Zweck zur Heilung, Linderung oder Verhütung von Krankheiten oder krankhaften Beschwerden. Die Wirkstoffe sind Pflanzen, Pflanzenteile oder Zubereitungen daraus. Die Inhaltsstoffe der Pflanzen wirken pharmakologisch, immunologisch oder über den Stoffwechsel. Die Wirksamkeit und Unbedenklichkeit von pflanzlichen Arzneimitteln müssen durch klinische Studien nachgewiesen werden. Die pharmazeutische Qualität muss geprüft und erst nach behördlicher Zulassung durch das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte in Umlauf gebracht werden.

Nahrungsergänzungsmittel mit pflanzlichen Inhaltsstoffen dienen als Ergänzung der allgemeinen Ernährung, sind aber nicht dazu bestimmt Krankheiten zu heilen oder zu verhüten. Es sind Lebensmittel die in der Regel keine Prüfung auf Wirksamkeit, Unbedenklichkeit oder Qualität durch eine Behörde vor Markteintritt unterliegen. Eine sofortige Vermarktung ist möglich, es wird nur stichprobenartig kontrolliert.

Es wird empfohlen sich in der Apotheke beraten zu lassen und keine Nahrungsergänzungsmittel über das Internet zu kaufen und auch keine verschreibungspflichtige Arzneimittel ohne Rezept. Es kann sich um illegale und gesundheitsschädliche Substanzen handeln.
Zertifizierte Internetapotheken sind aber seriöse Bezugsquellen für Arzneimittel und Nahrungsergänzungsmittel.

Die Broschüre können Sie sich hier runterladen: http://www.koop-phyto.org/pdf/Aufklaerung_fuer_Verbaucher_Final.pdf