Mit Zink und Selen durch die Erkältungszeit

Es gibt viele Mittelchen, womit wir Erkältungen gut im Griff bekommen oder Symptome lindern können.

Wenige wissen, wie die Spurenelemente Zink und Selen das Immunsystem positiv beeinflussen.

Was sind Spurenelemente?

Spurenelemente kann der Körper nicht selbst bilden – der Mensch muss sie über die Nahrung aufnehmen. Die Mikroelemente spielen eine wichtige Rolle als Impulsgeber und aktivieren sozusagen Vitamine, Enzyme aber auch Hormone. Fehlen Spurenelemente, können Enzyme oder Hormone deren Aufgabe im Körper nicht erfüllen. Einen Mangel kann so auch sehr unterschiedliche Beschwerden verursachen.

Das Spurenelement Zink

Zink hat sehr viele Funktionen im Körper und wird bei fast allen Stoffwechselvorgängen benötigt. So brauchen wir Zink für die Immunantwort und es stimuliert die Abwehrzellen. Bei Erwachsenen mit einer klassischen Erkältung verringert die Zink-Einnahme die Dauer der Erkältung im Durchschnitt um 2,63 Tage. Auch Symptome zeigen sich bei einer Erkältung weniger ausgeprägt. Dies ist besonders dann der Fall, wenn innerhalb der ersten 24 Stunden nach Einsetzen der ersten Erkältungssymptome, mit der Zink-Einnahme begonnen wird. So hemmt Zink in vitro die Vermehrung von Rhinoviren und aktiviert die zytotoxischen T-Lymphozyten, die bei viralen Infektionen eine wichtige Rolle spielen.
Es wird empfohlen, bei Personen mit einem erhöhten Risiko an einer schweren Infektion zu erkranken, Zink vorbeugend einzunehmen. Zink gehört laut der Weltgesundheitsorganisation zu den Haupt-Mengenelementen.
Natürliche Zink-Quellen mit hohem Gehalt sind Austern und Rindfleisch (aber beides gegart), sowie Weizenkleie. Sonst finden wir Zink in Haferflocken, Erdnüssen, Eiern und weniger in beispielsweise Milch, Brokkoli und Bananen. Zink aus Fleisch, Eiern oder Milch wird vom Körper besser verarbeitet und aufgenommen als Zink aus pflanzlichen Nahrungsmitteln.

Des Spurenelement Selen

Selen spielt eine Rolle bei der Entgiftung des Körpers und ist am Schilddrüsenstoffwechsel beteiligt. Aber ebenso bei der zellvermittelten Immunabwehr spielt Selen eine Rolle indem es die Immunantwort auf Antigene steigert und die Aktivität der natürlichen Killerzellen erhöht. Hoch dosiertes Selen wird auf der Intensivstation laut Literatur gerne begleitend gegeben, da gerade diese Patienten häufig einen Mangel an Selen haben. Selen wird aufgenommen indem es an Eiweiß gebunden wird. So kann es bei eine eiweißarme Ernährung eventuell zu einem Mangel kommen.
Einen hohen Selengehalt finden wir vor allem in Paranüssen (!!!!) und in Fisch wie Hering, Rotbarsch oder Kabeljau. Sonst finden wir Selen in kleineren Mengen unter anderem in Fleisch, Vollkornbrot, Naturreis, Champignons oder Milch.

Diese Seite informiert sie nur, ersetzt aber keinen Besuch beim Arzt oder Heilpraktiker. Eine Dauerhafte Einnahme von Zink oder Selen, ohne Rücksprache mit ihrem Arzt oder Heilpraktiker, wird nicht empfohlen.

Quellen:

Forschung Aktuell, Ausgabe 5, 2016 – Rodisma-Pharma GmbH: Zink, Selen, Q10
Leitzmann/ Müller/ Michel/ Brehme/ Triebel/ Hahn/ Laube, Ernährung in Prävention und Therapie, 3. Auflage

Abhärtungsmaßnahme mit Frischekick

Der Ganzkörperguss nach Kneipp

Diese leicht durchzuführende Therapie nach Kneipp, ist ein wunderbares Präventionsmittel, welches sich eignet für die individualisierte Selbstanwendung. Sie regt den Stoffwechsel an, schützt vor Erkältungen, stärkt das Immunsystem, beeinflusst bei langfristige Anwendung den Blutdruck positiv**.
Allerdings, sollte jeder Verantwortung für sein eigenes Wohlergehen tragen: Anfänger, oder Menschen, die besonders Kälteempfindlich sind, sollten sich erst einmal langsam herantasten und den Guss in den ersten Tagen nur mit lauwarmen Wasser durchführen.

Aber wie wende ich den Ganzkörperguss richtig an?

Regeln:

  • Der Körper muss vor der Anwendung warm sein. Ideal ist einen Guss nach der warmen Dusche.
  • Bevor Sie mit dem Guss anfangen, atmen Sie bewusst tief ein und atmen sie mit Beginn des Gusses aus. Atmen Sie während der Anwendung ruhig und konzentrieren Sie sich. Denn Kneipp sagte dazu:  «Beim Guss halt’s Maul, sonst ist die Wirkung faul.»
  • Es soll ein Wasserstrahl benutzt werden und kein Duschregen.
  • Wenn möglich nicht abtrocknen, sondern das Wasser nur mit der flachen Hand abstreifen.

Ganzköperguss:

  • Schritt 1: Beginnen Sie mit dem rechten Bein an der Außenseite und führen Sie den Wasserstrahl über Gesäß und Hüfte zur Innenseite des Oberschenkels und gehen Sie wieder abwärts bis zur Fußinnenseite.
  • Schritt 2: Wiederholen Sie diese Prozedere am linken Bein.
  • Schritt 3: Bewegen Sie den Wasserstrahl von der Hand Außenseite (Kleinfinger) aufwärts bis zur Schulter, lasse dort das Wasser über die rechte Körperhälfte fließen, und bewege den Wasserstrahl anschließend an der Innenseite des Arms wieder abwärts bis zum Daumen.
  • Schritt 4: Wiederholen Sie diese Prozedere am linken Arm.
  • Schritt 5: Begieße den Bauch im Uhrzeigersinn.
  • Schritt 6: Begieße Stirn und Gesicht ebenso im Uhrzeigersinn.
  • Schritt 7: Als Abschluss ein Guss über den Rücken.

** Eine Studie von Prof. Dr. Med. Christoph Gutenbrunner von der Medizinischen Hochschule Hannover, zeigte, dass bei Menschen mit stark erhöhten Blutdruckwerten, der Blutdruck deutlich abfiel, während er bei denen mit zu niedrigen Werten stieg. Das Kneippen hatte die Selbstregulation des Körpers angeregt und eine Normalisierung des Blutdrucks hergestellt.

Quellen:
Prof. Dr. Andreas Michalsen: Heilen mit der Kraft der Natur, S. 76-87
FAZ.NET, Angelika Bucerius: Kneipp im Selbstversuch. Erster Guss um halb 6.

Hara- oder Bauchmassage

Die Hara- oder Bauchmassage welche ich in meiner Praxis anbiete, besteht aus einer Kombination sowohl östlicher als auch westlicher Massagetechniken. Ich arbeite je nach Beschwerden mit heißen Kompressen und den passenden ätherischen Öle. Die Massage wird nicht „nur“ am Bauch durchgeführt, sondern es werden auch Zwerchfell, Flanken und Teile des Rückens mit eingezogen.

Manche fühlen sich etwas unwohl, wenn es um Berührung des Bauches geht. Wir haben meistens kein besonders gutes Verhältnis zu unserem Bauch. Der Schlankheitswahn unserer Tage lehnt den Bauch, solange er nicht fest und schlank ist, einfach ab. Der Bauch ist aber das Zentrum unseren vitalen, emotionalen Energien und es ist besonders über den Bauch möglich, seiner Mitte zu finden und sich die Verbindung zwischen Körper und Seele bewusst zu werden.

„Hara“ ist japanisch und bedeutet „Bauch“, bezieht sich aber nicht unbedingt auf den anatomischen Bauch, sondern auf den gesamten Bauch-Becken Raum. Hara ist das Zentrum der vitalen Energie. Als Urquelle der Energie im Hara gilt einen Punkt,“der Tanden“, der 2-3 Finger breit unterhalb des Bauchnabels liegt. Die Chinesen kennen diesen Punkt auch, er heißt dort Dan-Tien. Dan Tien ist das Zentrum der Qi-Energie, welches wir vielleicht aus dem Qi Gong kennen.

Wirkung  und Indikationen der Bauchmassage

Der Bauch ist nicht nur ein Verdauungsapparat, er ist ein Zentrum für Vitalität, Emotionales und Sexualität. So lassen sich verschiedenen Indikationen für eine Bauchmassage finden:

  • Bei Verdauungsbeschwerden wie Verstopfung, Blähungen und Bauchkrämpfen fördert eine Bauchmassage die Durchblutung, regt die Darmtätigkeit an und löst Verkrampfungen. Hier benutze ich je nach Indikation gerne Orangenöl oder Fenchel und Koriander.
  • Vor allem vor oder während der Menstruation hilft die Bauchmassage, lindert Schmerzen und hebt die Stimmung. Aber auch in den Wechseljahren können regelmäßige Bauchmassagen in Kombination mit ätherischen Ölen wie Muskatellersalbei und Lavendel eine gute Unterstützung bieten.
  • Bei Nervosität und seelischen Belastungen – wenn einem etwas auf dem Magen liegt – bewirkt die Bauchmassage wahre Wunder und ist Balsam für die Seele.
  • Vorbeugend oder zum Wohlfühlen: Sie brauchen nicht erst Beschwerden zu haben, um eine Bauchmassage intensiv genießen zu können. Es tut auch einfach gut.

Probieren Sie es aus, Sie werden es genießen…

 

Behandlung von Arthrose in den Hand- und Fingergelenken

In meiner Praxis biete ich eine spezielle Behandlung an für Finger- und Handarthrose. Arthrose ist eine sehr häufige Gelenkerkrankung mit Knochenveränderungen, die durch Zerstörung der Knorpelschicht entstanden sind. Der betroffene Patient verliert dadurch an Bewegungsfreiheit. Das Gelenk entzündet sich, schwillt an und schmerzt.

Der Gelenkverschleiß in den Händen macht sich im Alltag bemerkbar: das öffnen einer Flasche oder das Zubinden der Schuhe werden zur echten Qual. In den meisten Fällen sind die Fingerendgelenke oder das Daumensattelgelenk betroffen.

Obwohl ein geschädigtes Gelenk nicht wieder repariert werden kann, gibt es durchaus verschiedene Therapiemöglichkeiten, welche dabei helfen können Schmerzen zu lindern und mehr Bewegungsfreiheit zu erlangen. Auch gibt es bei einer beginnende Arthrose gute Möglichkeiten präventiv zu behandeln und ein Voranschreiten zu verlangsamen.

In meiner Praxis mache ich zuerst eine Befundaufnahme, so dass wir immer vergleichen können wie die Schmerzen und die Beweglichkeit der Gelenke sind verändern. Ob mit Massagen, Dehnungen, Einreibungen, Wärmebehandlungen im Paraffinbad, eine Anpassung der Ernährung oder sogar mit Schröpfen gibt es für jeden individuell sehr verschiedenen erfolgreiche Möglichkeiten, welche wir zusammen finden werden.

Sie können mich gerne anrufen, ich freue mich Ihnen helfen zu können.

 

Darm-Diagnostik einfach erklärt

Darmflora, Darmschleimhaut und der aufgelagerte Mucus (Schleim) spielen bei verschiedenen chronischen Erkrankungen eine Rolle.

Laboruntersuchung (c) Herney (pixabay.com)

Laboruntersuchung
(c) Herney (pixabay.com)

Es werden bei der Diagnostik folgende Fragen beantwortet:

  • Wie ist die Darmflora zusammengesetzt?
  • Wird genug Schleim produziert zum Schutz der Darmschleimhaut?
  • Wird der Darm ausreichend ernährt?

Was ist die Darmflora?

In unserem Darm leben Billionen von Mikroorganismen, meistens Bakterien. Die Gesamtheit dieser, wird „Darmflora“ genannt. Ab unsere Geburt beginnen sie unseren Darm zu besiedeln. Nach und nach baut sich die Darmflora auf, ein komplexes Ökosystem mit vielen unterschiedlichen „Bewohnern“. Der Darm eines gesunden Erwachsenen beherbergt ca. 1,5 Kilogramm Bakterien!

Die Darmflora ist für uns nützlich und hat nicht wenige Funktionen. Sie hat eine bedeutende Immunfunktion; sie verhindert das Krankheitserreger sich im Darm vermehren und Infektionen verursachen. Bei ausreichend „guten“ Bakterien, können die Unerwünschen sich nicht ausbreiten.
Die Darmflora hält die Darmschleimhaut gesund und sorgt mit dafür, dass diese stets ausreichend mit Nährstoffe versorgt wird.
Ebenso baut die Darmflora Schadstoffe ab und bildet u.a. das für die Blutgerinnung so wichtige Vitamin K.

Darm-Diagnostik

Untersucht werden bei der Diagnostik die Besiedlung von:

  • Laktobazillen und Bifidobakterien, die zur protektiven Mikroflora gehören. Sie bilden unter anderem Schleim zum Schutz der Schleimhaut.
  • Akkermansia muciniphila und das Faecalibacterium Prausnitzii, welche für die Versorgung der Darmschleimhaut zuständig sind und zur Mukonutritiven Mikroflora gehören.
  • Die apatogene Escherichia Coli und bestimmte Enterokokken, welche das Immunsystem unterstützen und für die Ausbildung einer sinnvollen Immuntoleranz mitverantwortlich sind.

Darüber hinaus wird geschaut, in welcher Anzahl potentiell schädigende Bakterien aus der Proteloytischen Mikroflora vorhanden sind. Bakterien aus der Gattung Clostridium, Proteus, Escherichia und Klebsiella dürfen in unseren Darm vorkommen, solange diese nicht in der Mehrzahl sind.

Empfehlenswert kann die mikrobiologische Stuhluntersuchung sein bei:

  • Blähungen
  • Obstipation
  • Durchfall
  • Bauchschmerzen
  • Reizdarm
  • Chronischen Infekten des Magen-Darm-Trakts
  • Chronischen Infekten der Atemwege
  • Allergien
  • Neurodermitis und anderen Hauterkrankungen

Reflexzonentherapien

Head, MacKenzie und Chapman und die Reflexzonen

Im 19. Jahrhundert entdeckte der Neurologe Sir Henry Head, dass es einen Zusammenhang gibt zwischen schmerzhaften Hautgebieten und Erkrankungen im Körperinneren. Er beschrieb das Phänomen durch eine segmentale organisierte Innervation der Haut.
Wir kennen das Stechen in der Brust bei einer Angina Pectoris und die begleitenden Schmerzen im linken Arm. Hier lässt sich das Phänomen gut erklären: die vegetativen und sensiblen Nervenfasern des Herzens laufen im selben Rückenmarksegment zusammen, in das auch die sensiblen Nervenfasern des linken Arms münden. Kommt es zu einer Störung am Herzen, werden die Schmerzen im gemeinsamen Rückenmarkssegment von den sensiblen Nervenfasern in den Arm weitergeleitet. Der Schmerz strahlt sozusagen aus.
So lässt sich jedes Organ einem Hautareal (Dermatom) zuordnen, mit dem er in Wechselbeziehung steht. Die Zonen, die Head benannte, kennen wir als Headsche Zonen, und eignen sich gut zur Diagnostik.

Neben den Dermatomen (Hautzonen) gibt es Myotomen (Muskelzonen) und Sklerotome (Zonen auf der Knochenhaut). Myotome wurden vom schottischen Chirurgen Stephen McKenzie beschrieben. Auch Muskeln stehen reflektorisch in Verbindung mit inneren Organe. Sklerotome liegen auf der Knochenhaut und spiegeln dort ebenfalls Erkrankungen der inneren Organe. Hautzonen lassen sich allerdings besser untersuchen und sind für die Praxis aussagekräftiger als Myotome und Sklerotome.

Der Osteopath Frank Chapman entdeckte Anfang des 20. Jahrhunderts, unabhängig von Head und MacKenzie, die neurolymphatischen Reflexpunkte. Er entdeckte, dass sich bei Erkrankungen innerer Organe, lympatische Verquellungen an Oberflächenfaszien bilden. Er nannte diese neurolymphatische Reflexpunkte.

Die Fußreflexzonen und die Ohrakupunktur

Funktionsstörungen oder Erkrankungen innerer Organen zeigen sich auch an vielen anderen Körperstellen. Der Physiker und Arzt Paul Nogier beschrieb die Reflexzonen an den Ohren. Der ganze Körper ist auf den Ohren zurückzufinden. Man geht davon aus, dass die Hirnnerven, die das Ohr innervieren, einen Einfluss auf das entsprechende Ohrzonen-Areal haben.
Auch an den Füßen gibt es Reflexzonen. Hanne Marquardt unterteilte diese in Symptom- und Hintergrundzonen. Bei Kopfschmerzen kann sich die Symptomzone im Kopf als Störfeld zeigen aber auch zum Beispiel der Leberbereich, der dann als ursächliche Hintergrundzone gilt.

Irritationspunkte: Diagnostik und Behandlung

Die meisten Reflexzonen zeigen sich druckempfindlich, wenn das zugehörige Organ in seiner Funktion gestört oder erkrankt ist. Und auch nur dann!

Hier ist ein wesentlicher Unterschied zu den Körperakupunkturpunkten. Diese sind immer nachweisbar, ob gesund oder gestört. Zur Diagnostik aller funktionellen Störungen, werden Reflexzonen genutzt. Für manche Indikationen, ist eine reflextherapeutische Diagnostik präziser als technische Verfahren.  Dazu sucht der Therapeut nach maximale Schmerzpunkte der Haut, der Faszien oder der Muskulatur. Diese Punkte sind mit dem Zielorgan vernetzt und geben Hinweise auf lokale aber auch segmentale Störungen im Reflexbogen. Bei der Behandlung setzt der Therapeut einen Reiz an der Reflexzone bzw. am Irritationspunkt außerhalb des Organs, der Reiz greift dann indirekt in das krankhafte Geschehen ein.

Schröpfen in den Medien

Das Schröpfen in den Nachrichten

Der amerikanische Rekordschwimmer Michael Phelps fiel bei den Olympischen Spielen in Rio auf durch kreisrunde, lilafarbenen Flecken auf seiner Haut. Vielen fragten sich was das den wohl sei.
Es waren Flecken die sich nach einer Schröpfkopfbehandlung gezeigt haben.
Beim Schröpfen gibt es drei Methoden: das trockene Schröpfen, welches eher bei chronischen Schmerzen eingesetzt wird, das blutige Schröpfen eventuell bei akuten Beschwerden und die Schröpfkopfmassage. Schröpfgläser werden auf die Haut aufgebracht und erzeugen einen Unterdruck. Das sorgt dafür dass der Bereich gut durchblutet, das Immunsystem aktiviert und der Stoffwechsel angekurbelt wird. Schröpfen kann unter anderem eingesetzt werden bei Schmerzen im Bewegungsapparat, Kopfschmerzen, Migräne, Durchblutungsstörungen, Ischias-Probleme, Erkältungskrankheiten, Asthma, bei einer Gastritis, Verdauungsstörungen, Karpaltunnelsyndrom und vieles mehr.
Eine wunderbare Therapie. Wer sich schröpfen lässt, dem sollte klar sein, dass das Schröpfen Spuren hinterlassen kann, wie bei Michael Phelps. Lokale Hämatome, die vielleicht nicht ganz so attraktiv sind aber nach ein paar Tagen auch wieder verschwinden.

Quellen: 

Mdr Nachrichten vom 10. August 2016: „Das steckt hinter den Flecken von US-Schwimmstar Michael Phelps“
http://www.mdr.de/nachrichten/vermischtes/was-bringt-schroepfen-100.html

Stuttgarter Nachrichten vom 10. August 2016: „Macht Schröpfen schneller?“
http://www.stuttgarter-nachrichten.de/inhalt.medizin-macht-schroepfen-schneller.b8b58bc9-a760-4979-916e-7b497fba8fd4.html

Fußbad bei Kopfschmerzen

Kopfschmerzen am Fuß weg baden?

Fußbad gegen Kopfschmerzen

Fußbad gegen Kopfschmerzen

Kopfschmerz- und Migränepatienten sind meistens besonders kälteempfindlich und leiden oft unter kalten Füßen. Dagegen gibt es eine kleine Hilfe, einfach aber sehr effizient. Man braucht nur ein wenig Zeit, ein Fußbad, warmes Wasser und dazu Senfsamen, Ingwer oder Rosmarin.

Ingwer, Rosmarin und Senfsamen

Rosmarin, Ingwer und Senfsamen wirken durchblutungsfördernd. So gibt es drei Möglichkeiten ein wohltuendes Fußbad gegen Kopfschmerzen vorzubereiten.

  • Geriebener Ingwer oder eine handvoll frisches Rosmarin mit 1 Liter heißes Wasser übergießen und zugedeckt 10 Minuten ziehen lassen.
  • Oder drei bis vier Esslöffel Senfsamen zerstoßen, in 1 Liter kaltes Wasser geben und zum Kochen bringen .
  • Oder fünf bis acht Tropfen ätherisches Rosmarin-Öl in einen Esslöffel Honig oder Sahne mischen damit diese wasserlöslich werden.

Anschließend füllen Sie das Fußbad damit und gießen Wasser dazu, so dass eine angenehme Temperatur von 35°C erreicht wird.  Lassen Sie die Füße für ca. 15 Minuten ins Wasser und gießen dann in dieser Zeit immer wieder ein wenig heißes Wasser dazu, so dass die Wassertemperatur langsam bis 40°C aufsteigt. Nach dem Baden die Füße nur leicht abtupfen und warme Socken anziehen.
Was passiert ist, dass das Blut aus dem Kopf abgeleitet wird in die Beine und Füße. Der Kopf wird entlastet und Kopfschmerzen verschwinden. Eine kalte Kompresse auf die Stirn oder im Nacken unterstützt den Vorgang noch zusätzlich.

Die Reflexzonentherapie am Fuß

Was ist die Fußreflexzonentherapie?

Die Fußreflexzonentherapie ist eine Behandlungsform, die sich im Laufe von vielen Jahren aus altem Volkswissen entwickelt hat. Ihr Ausgangspunkt liegt am Fuß, jedoch ist die Reflexzonentherapie viel mehr als nur eine Massage. Mit dieser Therapie können sämtliche Beschwerden im Bewegungsapparat und auf organische Ebene erreicht werden, aber auch auf das Gemüt kann die Fußreflexzonentherapie einwirken.
Sie lässt sich in jedem Lebensalter einsetzen, von Säugling bis zum alten Menschen. Auch chronisch Kranken kann die Therapie wunderbar begleiten.
Diese Behandlungsform fördert die Selbstheilungskräfte des Körpers und behandelt nicht nur ein Symptom oder eine Krankheit, sondern den Menschen als Ganzes. Sie kann als eigenständige Behandlung angewendet werden aber auch in Kombination mit anderen Methoden.

Wie funktioniert die Fußreflexzonentherapie?

Im Fuß werden alle Organsysteme des Menschen im verkleinerten Maßstab als sogenannte Zonen reflektiert. Heilpraktiker arbeiten in den Reflexzonen mit speziellen Griffen und Be-HAND-len am Fuß. Es werden also keinen Apparaten oder Hilfsmittel verwendet.
Bei der Bearbeitung der Reflexzonen können Schmerzen ausgelöst werden. Diese Schmerzen treten nur bei einer punktuellen Behandlung der Zonen auf und lassen dann im Lauf einer Behandlungsserie nach oder verschwinden. Der Schmerz dient Therapeuten als eine Art von „Wegweiser“, der uns zeigt wo der Körper Impulse oder Hilfe braucht. Es ist jedoch nicht möglich eine eindeutige Diagnose über den Fußbefund zu geben. Der Schmerz zeigt uns wo der Mensch ein wenig Hilfe und Unterstützung braucht.

Gesundheitspflege und Vorsorge

Ein gesunder Fuß ist schmerzfrei, warm und gut durchblutet, fühlt sich locker und elastisch an. Störungen im Organismus können sich als Schmerz äußeren aber auch kalte Füße, Fußpilz, Warzen, Schrunden usw… können Hinweisen sein.
Gezielte Behandlungen in den belasteten Zonen verbessern den Gesundheitszustand des Menschen und lindern Symptome oder lassen diese verschwinden.

Noch bevor eine Krankheit ausgebrochen ist und sich mit seinem ganzen Symptomenkomplex äußert, zeigt sich ihre Reflexzone am Fuß bereits auffällig und schmerzhaft. So ist es möglich, Erkrankungen noch in einer frühen Phase zu behandeln. So ist die Reflexzonentherapie am Fuß eine wunderbare Möglichkeit der Gesundheitspflege und Vorsorge.

Indikationen für eine Reflexzonentherapie am Fuß

Folgenden Beschwerden lassen sich gut über die Reflexzonen behandeln:

  • Schmerzen im Bewegungsapparat: muskuläre Verspannungen, Erkrankungen der Wirbelsäule und Gelenke
  • Beschwerden im Verdauungstrakt: Verstopfung, Blähungen, Probleme bei der Fettverdauung usw…
  • Kopfschmerzen verschiedener Art
  • Unterleibsbeschwerden vor oder während der Menstruation
  • Infektanfälligkeit, Allergien, Schlafstörungen
  • vieles mehr

Kontraindikationen einer Fußreflexzonenbehandlung sind Entzündungen der Venen oder des Lymphsystems und hohes Fieber.

Bei Fragen stehe ich ihnen gerne zur Verfügung

Akupunktur gegen Übelkeit und Erbrechen

Wie entsteht Übelkeit?

Mehrere Studien haben bewiesen, dass Akupunktur gegen Übelkeit und Erbrechen wirkt. Aber wie entsteht Übelkeit?

Wenn der Magen einen giftigen Stoff aufnimmt, schickt er einen Reiz zum Brechzentrum im Gehirn und wir erbrechen. So versucht unser Körper dann, das Gift loszuwerden. Ähnlich reagiert der Körper, wenn Narkosemittel eingenommen werden. Eine häufige Nebenwirkung ist auch hier Übelkeit und Erbrechen.

Die neurophysiologische Wirkungsweise

In der Uniklinik Greifswald werden Nadeln im Handgelenk vor einer OP schon lange eingesetzt. Nicht nur gegen die Übelkeit durch die Narkose, aber auch um die Schmerzempfindlichkeit zu mindern. Es werden kleine Dauernadeln eingesetzt, in jedes Handgelenk eine. Diese Punkte können dann vom Patienten durch kreisrundes massieren stimuliert werden.
Allerdings gibt die Uniklinik Greifswald an, das dieser Behandlungsansatz auf neurophysiologischen Erkenntnissen basiert. Ein Nerv wird gereizt und leitet einen Befehl zum Brechzentrum. Als Reaktion wird der nervus vagus angeregt was dazu führt das der Magen sich beruhigt.

Das chinesische Verständnis von Gesundheit

Die Wirkungsweise der Akupunktur lässt sich nur aus dem chinesischen Verständnis von Gesundheit wie folgt erklären: Der gesamte Organismus ist von Meridianen durchzogen, durch die nach altchinesischer Auffassung die Lebensenergie (das Qi) mit ihren Anteilen Yin und Yang fliest. Das Gleichgewicht zwischen beiden stellt den idealen Gesundheitszustand dar. Ein Ungleichgewicht führt zu körperlichen und seelischen Symptomen und Krankheiten.

Der Perikard 6 oder Nei-Kuan-Punkt

Akupunktur wird von Heilpraktiker und Ärzte angewendet bei unterschiedlichen Beschwerden. Bei Übelkeit wird der Nei-Kuan-Punkt akupunktiert. Diesen Punkt finden wir auf dem Perikard Meridian. Er liegt drei Fingerbreit unter der Handgelenksfalte zwischen den beiden Beugesehnen.
Ich persönlich würde eine Dauernadel nicht unbedingt einsetzen wollen. Eher empfehle ich bei Übelkeit den Punkt zu drücken und kräftig zu massieren. Jede Seite 1-2 Minuten lang.
Das funktioniert wunderbar und der Nerv kann nicht unnötig verletzt werden. Schließlich geht es bei der Akupunktur oder Akupressur darum die Energie im Meridian zum Fliesen zu bringen und nicht darum einen Nerv zu reizen.